{"id":1101,"date":"2023-10-27T15:06:14","date_gmt":"2023-10-27T15:06:14","guid":{"rendered":"https:\/\/rdgw.running.digital\/?p=1101"},"modified":"2023-10-27T15:06:14","modified_gmt":"2023-10-27T15:06:14","slug":"das-lavendelzimmer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rdgw.running.digital\/?p=1101","title":{"rendered":"Das Lavendelzimmer"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Ein Roman \u00fcber die Macht der B\u00fccher, die Liebe und die Magie des s\u00fcdlichen Lichts.&#8220;<br \/>\nSo steht es auf dem Umschlag meines zur Zeit Lieblingsbuches. Es hat mich verf\u00fchrt, ber\u00fchrt und gew\u00e4rmt mit sanften und doch so kr\u00e4ftigen Worten. \u00b4Gewalt` erh\u00e4lt hier einen anderen Sinn. \u00b4Macht`entpuppt sich als etwas,\u00a0 was ihre &#8230;losigkeit vertreibt und der Schwere der Ohnmacht zur Leichtigkeit des Fliegens verhilft.<\/p>\n<p>Dieser Beitrag, lieber Leser, ist l\u00e4nger als gewohnt.<br \/>\nSei also schon mal vorgewarnt und richte Dir ein gem\u00fctliches Pl\u00e4tzchen wenn Du vor hast, Dich darauf einzulassen.<\/p>\n<p>K\u00fcrzer fassen ging nicht. Auch in dieser recht ausf\u00fchrlichen Besprechung ist schon viel zu viel verloren gegangen. Ich konnte einfach nicht noch mehr loslassen. Willst Du Dich also ganz ber\u00fchren, ganz verzaubern lassen, dann lies den Roman.<\/p>\n<p>&#8222;Erinnerungen sind wie W\u00f6lfe&#8220;, schreibt Nina George. &#8222;Du kannst sie nicht wegsperren und hoffen, dass sie dich ignorieren&#8220;. \u00b4Wie gut`, m\u00f6chte ich ausrufen. Ohne diese W\u00f6lfe h\u00e4tte Perdu, der Held des vorliegenden Leseschatzes, niemals seine uns verzaubernde Reise angetreten.<\/p>\n<p>Sie alle, die wir beim Lesen treffen, sind Helden. Lebenshelden und solche der Selbstbestimmung, des sich Selbsttreubleibens.<br \/>\nPerdu aber ist der rote Faden. Der Kapit\u00e4n des Bootes, das er durch magische Gedanken und eine magische Landschaft steuert.<\/p>\n<p>&#8222;Manchmal schwimmt man in ungeweinten Tr\u00e4nen und geht darin unter, wenn man sie in sich beh\u00e4lt&#8220;.<br \/>\nZwanzig Jahre hat Perdu sich am &#8222;Grunde eines solchen (Tr\u00e4nen)Meeres&#8220; befunden. Er hat seine &#8222;B\u00fccherapotheke&#8220;, Sitz auf dem Boot, zum Wohle anderer gef\u00fchrt. Die Diagnose der Lesewilligen selbst gestellt, die Rezepte selbst ausgeschrieben und seine Medizin, das passende Buch, selbst vergeben. Nur f\u00fcr sich hat er ausgew\u00e4hlt was nicht heilen, nur verdr\u00e4ngen und ihn auf dem Grunde seines Tr\u00e4nenmeeres halten konnte.<\/p>\n<p>&#8222;B\u00fccher bewahren Sie vor Dummheit. Vor falscher Hoffnung. Sie kleiden Sie aus mit Liebe, mit St\u00e4rke, mit Wissen. Es ist Leben von innen&#8220;.<br \/>\nNanu, Perdu, und warum selbst nur den ersten Teil dieser wunderbaren Macht nutzen? Das Bewahren vor Dummheit und falscher Hoffnung l\u00e4st nur noch den Tod, wenn die Lebendigkeit der Liebe, das Vertrauen der eigenen St\u00e4rke und der Schatz des Wissens fehlt.<br \/>\nWarum wolltest Du nicht leben in all den Jahren?<\/p>\n<p>Perdu fragt sich, wie sich das wohl anf\u00fchlte, so intensiv wie einer seiner Mitschipper zu empfinden und trotzdem zu \u00fcberleben.<br \/>\nSterben kann jeder. Aber leben?<br \/>\nAhnt er es schon, unser Held?<br \/>\nSp\u00fcrt er den Wunsch nach Leben?<br \/>\nNach F\u00fclle, Buntheit, Weite, H\u00f6hen und Tiefen?<br \/>\nDa ist sie, die Ahnung. Steht vor der T\u00fcr, bereit anzuklopfen und um Einlass zu bitten.<\/p>\n<p>&#8222;Es gibt B\u00fccher, die sind f\u00fcr eine MIllion Menschen vertr\u00e4glich. Manche nur f\u00fcr hundert. Es gibt sogar Arzneien, pardon B\u00fccher, die nur f\u00fcr einen einzigen Menschen geschrieben sind&#8220;.<br \/>\nPerdu ist kein Heilpraktiker, kein Psychologe und mit der Schulmedizin hat er nichts am Hut.<br \/>\nMittels seiner Gabe, der &#8222;Durchh\u00f6rsicht&#8220;, stellt er seine Diagnosen und verordnet das entsprechende Lesematerial.<br \/>\nZuh\u00f6ren, Zusehen und durch das \u00c4u\u00dfere hindurch schauen.<br \/>\n&#8222;B\u00fccher sind wie Menschen, Menschen sind wie B\u00fccher. Ich sage Ihnen wie ich es mache. Ich frage mich: ist er oder sie die Hauptfigur ihres eigenen Lebens? Was ist ihr Motiv? Oder ist sie eine Nebenfigur in ihrer eigenen Geschichte? Ist sie dabei, sich selbst aus der eigenen Story wegzuk\u00fcrzen,&#8230;&#8220;.<\/p>\n<p>Aber es gab auch Einige, da klappte es nicht mit der Durchh\u00f6rschau.<br \/>\nVor allem bei ihm selbst. &#8222;Seit er das verbotene Zimmer (das Lavendelzimmer) ge\u00f6ffnet hatte, verschob sich etwas. Es ging ein Riss durch sein Panzerglas, mehrere harfeine Risse, und es w\u00fcrde alles auseinanderbrechen, wenn er sich nicht wieder fing.&#8220;<\/p>\n<p>Steht hier etwa schon das Leben selbst, neben der Ahnung vor der T\u00fcr?<br \/>\nUnd haben beide vielleicht sogar schon angeklopft?<\/p>\n<p>Perdu sammelt &#8222;Leuchtw\u00f6rter&#8220;. &#8222;Jene W\u00f6rter, die im Strom der Allgemeinheit leuchtend auftauchen&#8220;. Mit ihrer Hilfe verordnet er das entsprechende Buch. Auch sein eigenes Buch hat er schon gefunden. Der Autor unbekannt. Ein Pseudonym.<br \/>\nAber konnte er sich selbst zuh\u00f6ren?<br \/>\nSeine eigenen Leuchtw\u00f6rter erSP\u00dcREN? ErLEBEN? W\u00fcrde er die T\u00fcr f\u00fcr das Leben \u00f6ffnen, wenn er schon der Ahnung durch einen Spalt die Sicht in sein Inneres gew\u00e4hrte?<\/p>\n<p>&#8222;Oft pr\u00e4gen nicht wir die Worte, sondern die Worte, die wir h\u00e4ufig benutzen, pr\u00e4gen uns&#8220;. So auch die Gedanken?<\/p>\n<p>Nun lernen wir endlich Manon kennen. Manon, die er vor 7216 N\u00e4chten das letzte Mal gesehen, gesp\u00fcrt, gerochen hat. Manon, &#8222;die kraftvolle, niemals niedliche, niemals perfekte Provenzialin. Die in Worten sprach, die er anfassen zu k\u00f6nnen glaubte. Sie plante nie. Sie war immer ganz da.&#8220; Aber nach dieser, nun vergangenen 7216ten Nacht war sie fort. &#8222;Sie sprach beim Hauptgang nicht \u00fcber das Dessert, beim Einschlafen nicht \u00fcber den Morgen, beim Adieu nicht \u00fcber ein Wiedersehen. Sie war immer ein jetzt&#8220;. Und jetzt war sie fort!<\/p>\n<p>&#8222;Wer verlassen wurde, musste durch Schweigen antworten. Er durfte dem, der ging, nichts mehr geben, musste sich verschlie\u00dfen, so, wie der Andere sich einer Zukunft verschloss. Ja, genauso war das&#8220;.<\/p>\n<p>Aber, Perdu, stimmt das wirklich? Was ist mit dem Brief, den du durch Zufall nach 20 Jahren in den H\u00e4nden h\u00e4lst und den du dich vorerst nicht zu \u00f6ffnen wagst? Belehrt er dich vielleicht eines Anderen? R\u00fchrt er an deinen zu Stein komprimierten Gef\u00fchlen, von der Angst bewacht im Kerker deiner selbstgew\u00e4hlten Einsamkeit?<br \/>\n&#8222;Erstaunlich, wie wenig es Menschen beeindruckt, dass sie geliebt werden, wenn es nicht in ihre Pl\u00e4ne passt. Die Liebe ist ihnen dann so l\u00e4stig, dass sie die T\u00fcrschl\u00f6sser austauschen oder ohne Vorwarnung fortgehen&#8220;.<\/p>\n<p>Manon, war das auch deine Intension? Oder doch eher deine, Perdu? Das, was dir zwanzig Jahre steinerne Distanz beschert hat?<\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit einer seiner \u00b4Patientinnen`, die zuvor die f\u00fcr sie falsche Medizin ausgesucht hatte, erf\u00e4hrt Perdu ihre wahre Erkrankung. Die Suche nach ihrer eigenen Identit\u00e4t. Nach dem, was sie konnte, bevor sie ihren Mann traf.<br \/>\n&#8222;Vor&#8230;, vor dem, was passiert ist, war ich die Assistentin, Sekret\u00e4rin, Pressetante und Bewunderin meines Mannes&#8220;.<br \/>\nNun ist sie mit suchen besch\u00e4ftigt. Mit dem Versuchen, ob sie das noch kann, was fr\u00fcher war.<br \/>\nSie erkennt, versteht und teilt es Perdu mit: &#8222;Ich f\u00fchle mich heute, mit achtundvierzig, wie mit acht. Ich habe es damals gehasst, ignoriert zu werden und war gleichzeitig v\u00f6llig verst\u00f6rt, wenn mich mal jemand ein bisschen interessant fand&#8220;. &#8222;Ich wollte immer von den gr\u00f6\u00dften Egoisten beachtet werden. Die Anderen waren mir gleichg\u00fcltig,&#8230;&#8220;.&#8220;Ich bin achtundvierzig, ich fange noch mal an, alles wieder zulernen&#8220;.<br \/>\nAuch sie hatte ihr Leben drau\u00dfen vor der T\u00fcr stehen lassen. Hatte sein leises Klopfen \u00fcberh\u00f6rt.<br \/>\nGab es also noch andere wie ihn?<\/p>\n<p>20 Jahre lang.<br \/>\nWar er nun bereit, Manons Brief zu \u00f6ffnen?<br \/>\n&#8222;Nat\u00fcrlich nicht&#8220;.<br \/>\n&#8222;Er brach das Siegel, roch an dem Papier, roch lange. schloss die Augen und senkte f\u00fcr einen Moment den Kopf&#8220;.<br \/>\n&#8222;Dann setzte sich Monsieur Perdu auf den Bistrostuhl und begann Manons einunzwanzig Jahre alten Brief an ihn zu lesen&#8220;.<\/p>\n<p>Der Brief erz\u00e4hlt Perdu eine f\u00fcr ihn unglaubliche Geschichte und l\u00e4sst ihn zweifelnd und im Hader mit sich selbst zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Das Klopfen wird lauter, fordernder und der T\u00fcrspalt wird gr\u00f6\u00dfer.<br \/>\nSo gro\u00df, dass die Ahnung, einen Teil des Lebens an der Hand haltend, hereintreten kann.<br \/>\nLeinen los, in der Erinnerung an SEIN Buch, in dem der Autor schreibt, &#8220; dass man \u00fcber das Wasser in den S\u00fcden fahren muss, um Antworten auf Tr\u00e4ume zu bekommen. Und dass man sich dort wieder finden kann&#8220;.<br \/>\n&#8222;Ich komme, murmelte Jean Perdu. Ich komme, Manon&#8220;.<\/p>\n<p>Auf seiner Reise \u00fcber den Fluss gen S\u00fcden sp\u00fcrt Perdu immer st\u00e4rker den Frieden, den Duft und die Ruhe der Landschaft. Er wird geradezu &#8222;durchstr\u00f6mt&#8220; davon und erf\u00e4hrt eine &#8222;ungeheure Erleichterung&#8220;.<\/p>\n<p>Hier setzt die Autorin das Erleben und Aufnehmen der \u00e4u\u00dferen Ruhe mit dem Erleben und Zulassen der inneren Ruhe gleich. Je intensiver das Nichtvorhandensein k\u00fcnstlichen L\u00e4rms und das Duften der Natur in Jean Perdus Wahrnehmung Einzug h\u00e4lt, desto (be)sinnlicher und weiter \u00f6ffnen sich K\u00f6rper und Seele und leicht, immer leichter wird es ihm ums Herz.<br \/>\nAus dem Vollen sch\u00f6pfend, gibt er mit vollen H\u00e4nden und Sinnen weiter und hat doch immer noch genug f\u00fcr sich selbst.<br \/>\nEndlich kann er sich an Manon erinnern, ohne zusammenzubrechen.<br \/>\nAn Szenen aus ihrem Leben, in Worte gefasst, damit er sie verst\u00fcnde.<br \/>\n&#8222;Nein, Jean. Nein. ich will es (ein Ende ihrer Beziehung zu ihrem Verlobten) mir nicht antun. Luc w\u00fcrde mir fehlen.<br \/>\nSeine Bedingungslosigkeit. Ich will ihn. Ich will dich. Ich will den Norden und den S\u00fcden. Ich will Leben mit allem, was Leben ist! Ich entscheide mich gegen das Oder und f\u00fcr das Und&#8220;. Und nun verstand Perdu.<br \/>\n&#8222;Verzeih mir, Manon. Verzeih mir. Ich war jung, dumm und eitel&#8220;.<\/p>\n<p>Unser Held beginnt sein Inneres wahrzunehmen. Zu zeigen.<br \/>\nGleichzeitig r\u00e4umt er Entwicklungsm\u00f6glichkeiten ein: &#8222;Keiner w\u00fcrde klug werden, wenn er nicht irgendwann jung und dumm gewesen w\u00e4re&#8220;. Nur so pr\u00e4sentiert sich uns die M\u00f6glichkeit der Wahl und somit letztendlich die der Freiheit.<\/p>\n<p>Bravo, Perdu! Niemals die Seele aus dem Blick lassen. Sie und unsere materielle Existenz bilden eine Einheit und werden ihre Lebensweisheit, ihren pers\u00f6nlichen Weg, stets in Abh\u00e4ngigkeit voneinander gehen und wahrnehmen.<\/p>\n<p>Perdu befindet sich, nach 20 langen Jahren auf dem Weg der Wahl.<br \/>\nEndlich die Wahrheit zulassen. Endlich die Akzeptanz auch von Schmerz, wenn dieser dazugeh\u00f6ren sollte. &#8222;Es war, als sei er durch eine T\u00fcr der Angst gegangen und habe zu seiner \u00dcberraschung feststellen m\u00fcssen, dass hinter dieser T\u00fcr nicht der Abgrund wartet &#8211; sondern weitere T\u00fcren, helle Flure und freundliche R\u00e4ume&#8220;.<\/p>\n<p>Im Tango findet Perdu f\u00fcr kurze Zeit Erf\u00fcllung. Der Tanz zeigt ihm die Lebenshaltung des Tanzenden. Seinen Auftritt in der Welt.<br \/>\nIm Tango erf\u00e4hrt er alles gleichzeitig, die Vergangenheit und die Gegenwart, und kann es durch die Bewegung erkennen und bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>In einem Gespr\u00e4ch mit Cudeo, der unterwegs zwanglos mit an Bord gekommen war, macht sich Perdu Gedanken \u00fcber die Bedeutung der Gewohnheit im Leben: &#8222;Sie ist eine gef\u00e4hliche, eitle G\u00f6ttin. Sie l\u00e4sst nichts zu, was ihre Regentschaft unterbricht. Sie t\u00f6tet eine Sehnsucht nach der anderen&#8220;. &#8222;Sie verhindert zu leben, wie man will. Weil wir aus Gewohnheit nicht mehr nachdenken, ob wir noch wollen, was wir tun&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;&#8230;und wenn die Schatten in die Kindheit ihrer Besitzer zur\u00fcckkehren, um dort einiges in Ordnung zu bringen&#8230;&#8220;.<br \/>\n&#8222;Wunderbar, dachte Jean. Ich schicke meinen Schatten zur\u00fcck in die Zeit und lass ihn mein Leben in Ordnung bringen. Wie verf\u00fchrerisch. Wie leider unm\u00f6glich&#8220;.<br \/>\nHier muss ich Dir widersprechen, Jean Perdu! Manchmal ist es m\u00f6glich. Ich habe es selbst erlebt.<\/p>\n<p>Perdu ist bereit f\u00fcr den Abschied. &#8222;Abschied von Gewohnheiten.<br \/>\nAbschied von Illusionen. Abschied von einem Leben, das l\u00e4ngst vorbei und indem man selbst nur eine H\u00fclle war, in der sich ab und an ein Seufzer regte&#8220;. Und je gr\u00f6\u00dfer seine Bereitschaft, desto gr\u00f6\u00dfer w\u00e4chst auch das zarte Pfl\u00e4nzchen seines Begehrens und seiner Liebe zu Catherine &#8211; ohne in ein Vergessen um Manon abzugleiten.<br \/>\nAls er beschlie\u00dft, sein Schiff, seine B\u00fccherapotheke, seine Vergangenheit in die H\u00e4nde von Cuneo und Samy zu legen, fl\u00fcstert Samy, Cuneos gro\u00dfe Liebe und wie er, zwanglos in die Schiffergemeinde aufgenommen, Perdu ins Ohr: &#8220; Wei\u00dft du, dass es zwischen Ende und Neuanfang eine Zwischenwelt gibt? Es ist die verwundete Zeit, Jean Perdu. Sie ist ein Moor, und darin sammeln sich Tr\u00e4ume und Sorgen und vergessene Absichten. Deine Schritte werden schwer in dieser Zeit. Untersch\u00e4tze diesen \u00dcbergang nicht, Jeanno, zwischen Abschied und Neubeginn. Las dir deine Zeit. Manchmal sind solche Schwellen breiter, als man in einem Schritt gehen kann&#8220;.<\/p>\n<p>Offen f\u00fcr seine Umgebung und immer mehr auch f\u00fcr die Menschen, die er trifft, beobachtet Perdu ein Paar mit Kind. Das Kind stellt viele Fragen und erh\u00e4lt die h\u00e4ufige Antwort &#8222;daf\u00fcr bist du noch zu klein. Das erkl\u00e4re ich Dir, wenn du gro\u00df bist&#8220;. Dabei denkt sich Perdu: &#8222;Ich pers\u00f6nlich glaube, es gibt keine Frage, die zu gro\u00df ist. Man muss nur seine Antworten anpassen&#8220;.<\/p>\n<p>Dem m\u00f6chte ich aus vollem Herzen zustimmen!<\/p>\n<p>Ein Buch der Weisheiten. Nicht abgekl\u00e4rt und dominant. Eher erf\u00fchlt, erlebt und mit staunender Liebe in sich aufgenommen.<\/p>\n<p><em>2013 Knaur Verlag<br \/>\nISBN 978-3-426-65268-8<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Ein Roman \u00fcber die Macht der B\u00fccher, die Liebe und die Magie des s\u00fcdlichen Lichts.&#8220; So steht es auf dem Umschlag meines zur Zeit Lieblingsbuches. 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