{"id":21,"date":"2018-09-27T11:45:49","date_gmt":"2018-09-27T11:45:49","guid":{"rendered":"http:\/\/rettet-das-gedruckte-wort.flix-data.de\/?p=21"},"modified":"2018-10-12T14:46:47","modified_gmt":"2018-10-12T14:46:47","slug":"was-wir-nicht-haben-brauchen-sie-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rdgw.running.digital\/?p=21","title":{"rendered":"Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht"},"content":{"rendered":"<h4>&#8222;Geschichten aus der arschlochfreien Zone&#8220;, so wirbt das Buch f\u00fcr sich und der Autor, Dieter Moor, k\u00f6nnte man meinen, f\u00fcr sein erlebtes Brandenburg.<\/h4>\n<pre><strong>Arschlochfrei? Nein, so wurde ich in Brandenburg nicht begr\u00fc\u00dft, als ich vor einigen Jahren beschloss, Berlin nicht ganz zu verlassen und trotzdem naturnah und in Kontakt mit allem, was da kreucht und fleucht zu leben, also auch mit den Brandenburgern. Arschlochfrei - nicht ganz, aber doch \u00fcberwiegend und willkommen hei\u00dfend und neugierig und so, wie man eben ist, wenn einem nicht alles am A.... vorbeigeht.<\/strong>\r\n\r\nDie per Buch geliebte, neu entdeckte und damit neuen Erfahrungen den Weg bereitende arschlochfreie Zone nennt sich \"Amerika\", eine in Brandenburg durchaus \u00fcbliche Bezeichnung neben u.a. \"Afrika\", \"Rom\" und wie sie alle, von mir noch unentdeckt hei\u00dfen m\u00f6gen. Kleine Ortschaften, die ihren Namen stolz\u00a0 statt auf gelbem auf gr\u00fcnem Untergrund mit gelber Schrift pr\u00e4sentieren bevor man sie mit meistens erlaubten 70 km\/h und ohne ihnen weitere Beachtung zu schenken durchf\u00e4hrt, um an das eigentliche Ziel zu gelangen.\r\n\r\n\"Dietaaa\", Moderator und Schauspieler aus der Schweiz und seine Frau Sonja fahren nicht durch sondern mitten hinein ins kleine D\u00f6rfchen und in ihr k\u00fcrzlich erstandenes hundekackbraungelbes Haus, dessen alte Bewohner noch nicht einmal ausgezogen sind, geschweige denn das zuk\u00fcnftige Heim der Moors vom eigenen Krimskrams ger\u00e4umt haben.\r\n\r\nSo weit, so gut, aber, so will \"der kleine Schweizer\", wie Moor seine innere sich ab und zu gegen das, was er eigentlich leben will aufbegehrende Stimme nennt wissen, \"aber warum wollt Ihr ausgerechnet dahin, von wo alle abhauen? Lehrstehende H\u00e4user und Gesch\u00e4fte, verlassen von allen, die noch einigerma\u00dfen flexibel sind und ausschlie\u00dflich bewohnt von verbitterten, fremdenfeindlichen Altossis, die Hinzugezogene niemals integrieren und anerkennen werden.\r\n\r\nDiesem Klischee widerspricht von Anfang an die Freundlichkeit und Hifsbereitschaft, die die Moors dank eigener F\u00e4higkeit, die sogenannte Komfortzone zu verlassen und sich auf Neues einzulassen erfahren. Die Bereitschaft, Herzlichkeit und Anteilnahme zu erkennen, indem althergebrachte Erwartungen bestimmter Verhaltensweisen hinterfragt und gegebenenfalls \u00fcber Bord geworfen werden, beschert ihnen in kurzer Zeit ein so nicht erwartetes Dazugeh\u00f6rigkeits- und neue Heimatgef\u00fchl.\r\n\r\nSelbstironie, Lernbereitschaft, Charme und sich \u00f6ffnen wollen zeichnen dieses Buch und seine Protagonisten aus und ein wenig auch den kleinen Dorfladen mit dem vielversprechenden Slogan \"Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht\"<strong> und so janz bisschen regt sich auch in mir der kleene Berliner, der da sagt, \"leben und leben lassen is jut, aber ab und an ma een bisken Anteilnahme hat ooch noch keeen jeschadet.\"\r\n\r\n<\/strong><em>Ein grundsympatisches Buch <\/em>(Berliner Zeitung)<em>\r\nEin Muss f\u00fcr Leute, die sich beim Lesen gern Lachtr\u00e4nen aus den Augen wischen <\/em>(M\u00e4rkische Oderzeitung)\r\n\r\n<em>ISBN 978-3-499-62475-9\r\n\r\n<\/em><strong>Jo, jetzt hab ich auch den n\u00e4chsten Band gelesen und Bittesehr, f\u00fcr den, dens interessiert ein paar Situationen und die passenden Zitate daraus:\r\n\r\nSituation 1).<\/strong> Ein Mann und eine Frau sitzen sich gegen\u00fcber und z\u00e4hlen auf, was jeder zum gemeinsamen Wohl mit in die Ehe bringen w\u00fcrde und \"was sie, die Frau, nie wieder durchgehen lassen w\u00fcrde bei einem Mann, respektive was er, der Mann, nie wieder hinnehmen w\u00fcrde bei einem Weib, und sie h\u00e4tten sich oft zugenickt und sich in die Augen gesehen.....und ein paar Monate sp\u00e4ter h\u00e4tten sie geheiratet.\r\n\r\nIch schw\u00f6re (das geh\u00f6rt immer noch zu der zitierten Situation und stammt nicht von mir, obwohl ich es unterschreiben w\u00fcrde und hiermit auch tue!), sie w\u00e4ren miteinander gl\u00fccklich geworden. Sehr, sehr gl\u00fccklich.\r\n\r\nWeil sie gewusst h\u00e4tten, was der andere zu geben hat und was er zu nehmen gedenkt. Weil man in der Liebe nicht immer nur nehmen und nehmen und nehmen kann. Aber eben auch nicht immer nur geben und geben und geben. Die Liebe ist beides, sie ist ein Gesch\u00e4ft zum Nutzen und Frommen beider. Auch wenn das nicht romantisch klingt, es ist so. In der echten Liebe. In jener Liebe, die f\u00fcr immer ist.\"\r\n\r\n<strong>Jo, das imponiert mir und klingt supersch\u00f6n und sehr nach Wahrhaftigkeit!<\/strong>\r\n\r\n<strong>Situation 2).<\/strong> Der H\u00fcrlimann muss gerettet werden und dazu brauchts ein paar Teile die Jakob und Dieter beim empfrohlenen Dreher direkt ordern wollen aber \"(nein, kein Fehler! W\u00f6rtliche Rede im Zitat, so ist das eben und so haben wir\u00b4s in der Schule gelernt. <strong>2 x G\u00e4nsef\u00fcsschen!! <\/strong>Keine Ahnung, ob das heute noch korrekt ist, aber was z\u00e4hlt das schon, wenn man sich beim Lesen am\u00fcsieren, wiederfinden, freuen kann?) \" da m\u00fcssen wir nichts wollen, hab ich\u00b4s Gef\u00fchl, du, die sind ein paar Nummern z\u00b4gro\u00df f\u00fcr uns, weisch.\"\r\n\r\nIch antworte nicht. Was hat M\u00fcsebeck gesagt, gestern Nacht? \"Man m\u00fcsst halt mal reden mit denen, dann w\u00fcsste man`s.\"\r\n\r\nSeltsam, dass wir Schweizer so sehr dazu neigen, uns vorab auszumalen, wie es sein w\u00fcrde und was der andere dann sagen w\u00fcrde und was man dann darauf sagen w\u00fcrde, dass aber der andere sicher recht h\u00e4tte, mit dem, was er sagen w\u00fcrde, und dass es ja dann deswegen nichts w\u00fcrde, ganz sicher nicht, weil es ja bestimmt so sein w\u00fcrde, wie man denkt, dass es sein w\u00fcrde, sodass man jetzt, wo man ja wei\u00df, wie es sein w\u00fcrde, gleich gar nicht mehr hingeht, weil es ja, so wie es sein w\u00fcrde, unter jeder W\u00fcrde sein w\u00fcrde.\"\r\n\r\n<strong>Watzlawick, ick h\u00f6r Dir trapsen!\r\n<\/strong>\r\nSoweit zu \"Frisches aus der arschlochfreien Zone\" von Dieter Moor, getreu dem Grundsatz \"Lieber einmal mehr als mehrmals weniger\"\r\n\r\n<em>Eine gro\u00dfe Liebeserkl\u00e4rung an Land und Leute jenseits des Ossi-Wessi-Klischees <\/em>(Westdeutsche Allgemeine Zeitung)\r\n\r\n<em>ISBN 978 3 499 62762 0<\/em>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n \r\n\r\n\r\n\r\n \r\n\r\n<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Geschichten aus der arschlochfreien Zone&#8220;, so wirbt das Buch f\u00fcr sich und der Autor, Dieter Moor, k\u00f6nnte man meinen, f\u00fcr sein erlebtes Brandenburg. 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