{"id":988,"date":"2026-02-01T18:04:33","date_gmt":"2026-02-01T18:04:33","guid":{"rendered":"https:\/\/rdgw.running.digital\/?p=988"},"modified":"2026-02-01T18:04:33","modified_gmt":"2026-02-01T18:04:33","slug":"herr-lehmann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rdgw.running.digital\/?p=988","title":{"rendered":"Herr Lehmann"},"content":{"rendered":"&nbsp;\r\n<pre><span style=\"white-space: pre-wrap;\">Herr Lehmann, die, <\/span><strong style=\"white-space: pre-wrap;\">gro\u00dfe \u00dcberraschung - tata<\/strong><span style=\"white-space: pre-wrap;\">, Hauptfigur in Sven Regeners Roman, diskutiert leidenschaftlich und meist sich immer mehr hinein steigernd, \u00fcber Lebensinhalte: \"Moment mal\", was soll das \u00fcberhaupt? \"Was ist der Inhalt eines Lebens? Ist das Leben \"nur ein Beh\u00e4ltnis f\u00fcr was anderes? Ein Fass vielleicht? Oder eine Kotzt\u00fcte?\"<\/span><\/pre>\r\n<div class=\"wp-block-group\">\r\n<div class=\"wp-block-group__inner-container\">\r\n<div class=\"wp-block-group\">\r\n<div class=\"wp-block-group__inner-container\">\r\n<pre class=\"wp-block-verse has-text-align-left\">Und wenn er verliebt ist, da gibt es nichts. Da steht er zu. \r\nEgal, ob die anderen seinen Schwarm als vielleicht zu dick empfinden. \r\nObwohl, bei ihrer \"kr\u00e4ftigen Figur\" w\u00fcrde er schon eher einen Badeanzug an ihr attraktiv finden. Ganz davon abgesehen, dass er Bikinis \"schon immer f\u00fcr einen Modeirrtum gehalten hatte\".\r\n\r\nEigentlich hei\u00dft Herr Lehmann auch Frank. \r\nAber so nennt ihn nur sein bester Freund Karl. \r\nUnd dieser Frank, alias Herr Lehmann, kann sich k\u00f6stlich am\u00fcsieren, \r\nzusammen mit einem Volker, der eigentlich Rainer hei\u00dft, \r\nz. B. \u00fcber Regen, der pl\u00f6tzlich aufh\u00f6rt. Ja, die beiden lachen sich geradezu kringelig dar\u00fcber, wie \"der Regen Blasen geschlagen hat. Und dann: Zack! Vorbei!\"\r\n\r\n<strong>Ein wirklich lieber Kerl ist er, der Herr Lehmann. Eigentlich total unauff\u00e4llig.<\/strong> \r\nNur den Frauen f\u00e4llt er auf, manchmal, im Einfall. Oder im Abfall. \r\n\r\nSo hasst er es zum Beispiel, zu sp\u00e4t zu kommen. \r\nEr hasst es auch, wenn er sich auf eine Schl\u00e4gerei einlassen muss, bzw. dazu von anderen eingelassen wird. Geradezu zuwider ist ihm das. \r\nEbenso hasst er es, schwarz mit der U-Bahn zu fahren. \r\nEs macht ihn tierisch nerv\u00f6s! \r\nNerv\u00f6s macht ihn auch der Kuhdamm. \r\nVor allem der Wittenbergplatz, <strong>\"wo mit dem KaDeWe und allem anderen das ganze Elend schon begann, wo in der Ferne bereits das sinnlose Europa-Center und die noch schlimmere Ged\u00e4chtniskirche und die Schuhgesch\u00e4fte, die Leiser und Stiller und so hie\u00dfen, deuten, und wo die Kuhdamm-Katastrophe ihren Anfang nahm...\".<\/strong>\r\n\r\nEs wird uns hier ein supertolles fantastisches lustiges melancholisches und ganzganzganz ganz toll unterhaltendes Lesevergn\u00fcgen pr\u00e4sentiert. \r\nVor allem auch denjenigen, <strong>die Berlin noch von den 70gern, 80gern und 90gern her kennen und besonders f\u00fcr die ehemaligen SO 36ger ein <\/strong>unbedingtes Muss!\r\n\r\nIch werde mich jetzt zusammenrei\u00dfen und nichts mehr aus dem Buch zitieren oder zu der Geschichte \u00fcber und mit Herrn Lehmann sagen. \r\nAuch nicht \u00fcber seinen Freund Karl, der \"selbst als Verr\u00fcckter noch ziemlich gut war\" und auch nicht \u00fcber den Arzt, den wir gemeinsam im Urbankrankenhaus treffen und \"der wirklich ein Fuchs ist\". \r\nF\u00e4llt schwer, aufzuh\u00f6ren, zumal mir selbst die gro\u00dfen Erinnerungen kommen, wenn ich den inzwischen lieb gewonnenen Herrn Lehmann in die <strong>Rote Harfe<\/strong> oder den <strong>Elefanten<\/strong> begleite.\r\nEin Satz allerdings muss noch sein, eine Erinnerung. \r\nAuch die zusammen mit Herrn Lehmann, mit dem ich nun an der Oberbaumbr\u00fccke stehe, so wie damals, mit dem Gl\u00fccklichen in meinem Bauch, und staunend die Nachbarn aus der DDR die offenen Grenzen st\u00fcrmen sehe.\r\n<strong>Ja, so war\u00b4s und so wird es niemals wieder sein! <\/strong>\r\nEin bisschen Wehmut, ein bisschen Trauer... \r\naber es ist, wie es ist und wie es ist, ist es o.k.\r\n\r\n<em>Das vorliegende Buch ist im Wilhelm Goldmann Verlag erschienen.\r\nCopyright 2001 by Eichborn Verlag AG, Frankfurt am Main\r\nISBN: 3-442-45330-5<\/em>\r\n\r\n<\/pre>\r\n\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<!-- \/wp:post-content -->\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<!-- \/wp:group --><!-- \/wp:freeform -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Herr Lehmann, die, gro\u00dfe \u00dcberraschung &#8211; tata, Hauptfigur in Sven Regeners Roman, diskutiert leidenschaftlich und meist sich immer mehr hinein steigernd, \u00fcber Lebensinhalte: &#8222;Moment mal&#8220;, was soll das \u00fcberhaupt? &#8222;Was ist der Inhalt eines Lebens? 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